„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Was sich als gut erweist, wiederholt er gerne.“ – dies gilt natürlich auch ganz besonders für unsere Kleinsten. Ein fester und routinierter Ablauf gibt Sicherheit und Geborgenheit. Dem Ablauf deines ganz persönlichen Schlafrituales sind da keine Grenzen gesetzt.
Ein Neugeborenes wird am Anfang nicht mehr als die Nähe zu Dir brauchen. Aber je älter es wird desto wichtiger ist es das es sich mit eurem Schlafritual beruhigen kann und friedlich in den Schlaf findet.
Dir gibt es die Gelegenheit, in der Hektik des Alltags ein bisschen von der kostbaren Zeit mit deinem Kind zu verbringen und ganz für es da zu sein, ohne jegliche Ablenkung durch Smartphone oder ähnliches. Genießt diese gemeinsame Zeit, denn die Kinder werden sehr schnell groß und werden uns eines Tages nicht mehr brauchen. Also nimm dir die Zeit und schenke deinem Kind deine Nähe und Geborgenheit, das wird deinem Kind später nicht nur beim Einschlafen helfen.
Anders als bei Erwachsenen können Babys noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden. Du solltest deshalb darauf achten das Du es ihm zeigst.
Schläft dein Kind vermehrt tagsüber solltest du das Zimmer nicht abdunkeln. Du solltest auch nicht auf Zehen spritzen durch die Wohnung laufen. Es ist Tag. Und am Tag gibt es Geräusche. Dies heißt jetzt nicht dass Du direkt neben dem Gitterbett staubsaugen musst wenn es schläft. Aber so Alltagsgeräusche wie der Wasserhahn, Kochen, evtl der Fernseher oder das Radio, gekipptes Fenster (Umgebungsgeräusche) sollte es von Anfang an kennen sonst wird es mit zunehmendem Alter sehr geräuschempfindlich und wacht bei dem kleinsten Geräusch auf.
In der Nacht ist es natürlich genau das Gegenteil: In der Nacht ist es dunkel denn da wird geschlafen. Da sollte es weitgehenst geräuschlos zugehen.
Was für mich persönlich noch wichtig ist: Du solltest dein Kind hinlegen sobald es müde aber noch nicht eingeschlafen ist. Denn so lernt es - alleine - und ohne Hilfsmittel einzuschlafen.
Nach einem turbulenten Tag ermöglicht ein routiniertes Ritual deinem Kind und auch Dir den Tag sanft und vor allem positiv abzuschließen. Ob Du es nun vorziehst eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen, ein Lied zu singen oder mit deinem Kind den Tag revuepassieren lassen – liegt ganz an euch beiden.
Für meine Tochter (geb. 10/2018) beginnt das abendliche Ritual damit, dass ich mit ihr die Zähne putzen gehe, ihr einen Pyjama anziehe und dann sagt sie noch allen Gute Nacht und wir verschwinden in ihr Zimmer. Dort werden die Rollos runtergelassen und die Vorhänge zugezogen während ich das Gute-Nacht-Lied singe. Dann legen wir uns auf das große Bett und kuscheln während ich den Tag zusammenfasse und sie hin- und herwiege. Schließlich lege ich sie in ihr Gitterbett sage ihr wie sehr ich sie liebe und küsse sie auf die Stirn. Lege ihr das Flaschi und den Schnulli rein und gehe. Als zusätzliche Einschlafhilfe haben wir eine Tonie-Box mit dem roten Standart-Kreativtonie auf dem beruhigende Schlafmusik draufgespielt wurde.
Hier der Link zur Tonie-Box in Rot mit dem Kreativ-Tonie:
Vor kurzem habe ich für meine Stiefsöhne (10 &7) ein Gute-Nacht-Geschichten-Buch auf Amazon bestellt von dem ich ganz begeistert bin. Es ist das zweite aus dieser Reihe und es war sicher nicht das Letzte:
Nach dem Baden kann man während dem Abtrocknen den Rücken und den Bauch des Kindes sanft massieren. Dies entspannt auch.
Wie Du euer Ritual letztendlich gestaltest bleibt ganz bei Dir. Probieren geht über Studieren.